Minimolkerei in Burkina Faso

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Minimolkerei in Burkina Faso

Im Rahmen des Schulziels „Fairtrade im Unterricht“ sprach Frau Mariam Diallo aus Burkina Faso am Dienstag, den 21. März über ihre Projekte im Rahmen der MISEREOR-Partnerorganisation PASMEP (Plate-forme d'Actions à la Sécurisations des Ménages Pastoraux).

Seit 1990 betreibt sie eine Kleinmolkerei in Bittou. Durch den Einsatz von Photovoltaik ist es in diesem ländlichen Gebiet ohne Stromversorgung möglich, die Milch zu pasteurisieren und die Milchprodukte — wie Joghurt — zu kühlen. Eine Verbesserung der Milchleistung der einheimischen Kühe soll nun durch Kreuzung mit anderen Rassen erreicht werden.

Durch die Milchproduktion vor Ort werden viele Arbeitsplätze in einem Land, in dem 80 % der Bevölkerung von der Landwirtschaft leben, geschaffen. Da die Milchwirtschaft fast ausschließlich in den Händen der Frauen liegt, wird so auch die finanzielle Abhängigkeit von deren Männern verringert – zumal auch die Polygamie noch weit verbreitet ist. Um den noch geringen Absatz der ländlichen Molkereien zu steigern, fordert Frau Diallo, die Zölle für subventioniertes europäisches Milchpulver zu erhöhen. Wenn Du einem Hungernden helfen willst, schenke ihm keinen Fisch, sondern lehre ihn das Fischen, betonte sie.

Frau Diallo sprach Französisch und wurde von Frau Dorothée König übersetzt. Vor der abschließenden Diskussion forderte sie auf, alle Fragen zu stellen — sie kenne kein Tabu.

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