Konzept Erziehungspartnerschaft

Schulspezifisches Konzept zur Erziehungspartnerschaft

A:   Leitsatz

Wir pflegen eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern unserer Schülerinnen und Schüler. Eltern sind für uns wichtige Ansprechpartner für die Erfüllung unserer Bildungsziele. In der Schulfamilie erfahren alle Beteiligten einen wertschätzenden Umgang miteinander. Eltern bringen sich in der Arbeit an der Schule ein und werden von der Schule unterstützt

B:   Schulspezifische Gegebenheiten

Die Staatliche Fachoberschule wurde im Jahr 1970 gegründet. Derzeit werden ca. 350 Schülerinnen und Schüler in den Ausbildungsrichtungen Sozialwesen, Technik sowie Wirtschaft und Verwaltung unterrichtet. Das Einzugsgebiet ist ländlich geprägt, der Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund liegt bei 8 %. Die Besonderheit an der Fachoberschule als berufliche Schule besteht darin, dass die Schülerinnen und Schüler in den 11. Jahrgangsstufen im Wechsel zwischen Unterricht und fachpraktischer Ausbildung in Betrieben, Behörden und sozialen Einrichtungen ausgebildet werden. Unsere Schülerinnen und Schüler kommen mit einem mittleren Bildungsabschluss an unsere Schule und werden in der Regel bereits im ersten Schuljahr volljährig. Das Spannungsfeld der Elternarbeit an unserer Schule besteht darin, dass sich unsere Schülerinnen und Schülern als junge selbstständige Erwachsene wahrnehmen, die aber in der Regel noch bei den Eltern wohnen und erstmalig während der Schulzeit mit der Berufswelt in Kontakt kommen. Während der Ausbildung an unserer Schule müssen die Schülerinnen und Schüler dabei innerhalb kurzer Zeit viele Entscheidungen bzgl. ihres späteren Lebenswegs treffen. Unser Elternarbeitskonzept ist am volljährigen Schüler ausgerichtet, der in alle ihn betreffenden Abläufe mit einbezogen sein sollte und durch Schule und Elternhaus gemeinsam unterstützt wird.

Daraus leitet sich für unsere Schule ab, dass die Schwerpunkte der Elternarbeit in den Bereichen Informationsaustausch und Schaffung von Beratungsangeboten liegen.

C:   Ziele und Maßnahmen zur Umsetzung einer differenzierten Elternarbeit

Bereiche Leitgedanke Ziele Umsetzung

Gemeinschaft

 

 

 

Alle Eltern fühlen sich als Teil der Schulgemeinschaft wohl, wertgeschätzt und für die gemeinsamen Ziele verantwortlich.

-        In der Schule herrscht eine einladende freundliche und wertschätzende Atmosphäre.

-        Die Schulgemeinschaft ist von gegenseitigem Respekt geprägt und schließt alle Beteiligten ein.

-        Die Schule wird von einem gemeinsamen Selbstverständnis getragen.

Bisher:

-        Einladung und Teilnahme am Literarischen Quartett und Theater

-        Schülercafé bewirtet bei Elternveranstaltungen

-        Ansprechende Gestaltung des Eingangs- und Aufenthaltsbereichs (z.B. Weihnachtsbäume im Eingangsbereich, Hinweise auf aktuelle Themen)

Geplant:

-        Auszeichnung von elterlichem Engagement

-        „Orientierungshelfer“ bei Elternveranstaltungen (Schülerinnen und Schüler helfen beispielsweise bei Elternabenden, die entsprechenden Räumlich-keiten zu finden)

Bereiche Leitgedanke Ziele Umsetzung

Kooperation

 

 

 

 

Eltern und Lehrkräfte arbeiten gemeinsam kontinuierlich am Erziehungs- und Bildungserfolg der Schülerinnen und Schüler.

-        Die Zusammenarbeit mit den Eltern erfolgt systematisch und koordiniert in Verantwortung der Schule. Die Schülerinnen und Schüler sind alters-adäquat mit einbezogen.

-        Die Eltern beteiligen sich auf vielfältige Art und Weise am schulischen Geschehen und bringen ihre Stärken und Ressourcen (Wissen und Kontakte) ein.

-        Die Eltern unterstützen sich gegenseitig. Ebenso unterstützen sie das häusliche Lernen ihrer Kinder Sie werden diesbezüglich von der Schule beraten.

-        Die Schulgemeinschaft ist mit Erziehungs- und Bildungspartnern in Gemeinde und Region vernetzt.

Bisher:

-        Vernetzung mit den

     Zubringerschulen

-        Fachpraktische Schnuppertage mit Schülern

-        Gemeinsame Eltern-Lehrer-Arbeitskreise sorgen für eine bestmögliche Abstimmung (z.B. Schulforum)

-        Unterstützung des häuslichen Lernens (Eltern erhalten Infoveranstaltung für die VIBOS)

 

Geplant:

-        Intensivierung der Vernetzung mit den Zubringerschulen

-        Anlassabhängige Dreiergespräche mit Eltern und Schülern zum Schließen von gemeinsamen Zielvereinbarungen (z.B. Entwicklungsgespräch)

-        Einbeziehung von Elternexperten (Schatztruhe):

-       Kompetenzen, Fachkennt-nisse und Bereitschaft zum Engagement werden abgefragt und festgehalten

-      Weitergabe der Kenntnisse und Kompetenzen in Fortbildungen

-        Einbeziehung der Eltern für Kontakte zu Firmen und Sponsoren

Bereiche Leitgedanke Ziele Umsetzung

Kommunikation

 

 

 

 

Die Eltern und Lehrkräfte infor-mieren einander über alles, was für die Bildung und Erziehung der Schüler und Schülerinnen von Bedeutung ist.

-        Schule, Eltern und Elternvertreter pflegen einen regelmäßigen, auch anlassunabhängigen Informationsaustausch.

-        Es gibt klare, den Eltern bekannte innerschulische Zuständigkeiten für die Kommunikation.

-        Schule und Eltern nutzen vielfältige Kommunikationswege und –formen zur gegenseitigen Information.

-        Die Schule ist über die besonderen Lernvoraussetzungen der Schüler und ihre außerschulische Lebenssituation informiert, sofern diese für die individuelle Förderung bedeutsam ist.

Bisher:

-        Newsletter für Eltern und Schüler

-        Informationen über Schul-geschehen und wichtige Termineüber Homepage und Schulapp

-        Direkte Kontaktaufnahme mit der Schulleitung bei Elternsprechtagen und Elterninformationsabend

-        Flexible Sprechzeiten

Geplant:

-        Abfragen bei Elternveran-staltungen

-        Online-Anmeldung für Elternsprechtag

-        Begrüßungsschreiben/Persönliche Einladungen durch die Klassenleiter (11. Klassen) zu Klassenelternabenden

-        Förderung der Gesprächs-kompetenz für Lehrer (Empathie, Umgangston)

Bereiche Leitgedanke Ziele Umsetzung

Mitsprache

 

 

 

 

Die Eltern nehmen ihre rechtlich geregelten Mitsprache- und Mitwirkungsmöglichkeiten wahr. Sie können sich auch darüber hinaus in geeigneter Weise einbringen

-        Die Schule informiert die Eltern ausreichend über ihre Mitspracherechte und – möglichkeiten. Sie ermuntert alle Eltern, diese zu nutzen.

-        Eltern aus allen Schichten und Gruppen sind in den Elterngremien vertreten.

-        Elternvertreter und Eltern beteiligen sich an Schulentwicklungsprozessen.

-        Elternvertreter ergreifen Maßnahmen, um die Anliegen und Interessen aller Eltern zu erfahren und zu vertreten.

-        Elternvertreter wirken in externen Netzwerken der Schule mit.

Bisher:

-        Ersatzkandidaten für den Elternbeirat können bei Sitzungen teilnehmen

-        Unterstützung der Elternarbeit durch passwortgeschützten Bereich auf der Schulhomepage (Rubrik: Elternbeirat) und ein Mailverteiler unterstützen den Austausch innerhalb der Elternschaft

Geplant:

-        Durch Homepage und Elternbriefe werden Mitsprachemöglichkeiten transparent gemacht

-        Fortbildungen für Elternvertreter

-        Elternvertreter pflegen einen regelmäßigen Austausch mit anderen Eltern, der Schulleitung, der Schülervertretung, dem Personalrat und weiteren Mitgliedern der Schulfamilie

-        Um die Interessen der Schüler und Eltern zu vertreten existiert an der Schule ein „Kummerkasten“ oder eine „Beschwerdestelle“

-        Eltern bringen ihr Engagement und ihre Kompetenz bei der Arbeit in schulischen Gremien ein

 

D:   Qualitätssicherung

An unserer Schule ist QmbS (Qualitätsmanagement an beruflichen Schulen in Bayern) als Qualitätsmanagement installiert. Im Rahmen der dabei durchzuführenden regelmäßigen internen Evaluationen finden neben den Schüler- und Lehrerumfragen auch Elternumfragen statt. Dabei werden die im schulspezifischen Qualitätsverständnis (SQV) verankerten Punkte evaluiert.

Maßnahmen:

-     Erstellung von schulinternen Elternfragebögen

-     Durchführung und Auswertung von Elternumfragen

- Evaluation und Auswertung von Einzelmaßnahmen (z.B. Informationsabend, Elternversammlung)

E:   Beteiligung der Schulgemeinschaft

Das schulspezifische Konzept zur Erziehungspartnerschaft wurde in Abstimmung mit dem Elternbeirat, der Lehrerschaft und der SMV erarbeitet und im Einvernehmen mit dem Schulforum beschlossen.