Freundschaft kennt keine Grenzen …

von Christian Balling (Kommentare: 0)

Freundschaft kennt keine Grenzen …

Flüchtlingskrise, Obergrenze und Abschiebungen – Schlagworte, die seit geraumer Zeit durch die Medien gehen. Begriffe, die jedoch den Menschen, die hiervon betroffen sind, kein Gesicht geben. Genau das interessierte jedoch die Schülerinnen und Schüler der BOS-Vorklasse der Beruflichen Oberschule in Kitzingen: die Menschen hinter diesen Worten.

Nachdem sich die Klasse im Laufe des Schuljahres im Englischunterricht mit dem Thema Europa beschäftigt hatte, vertieften die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen mit Informationen über die europäische – insbesondere die deutsche -  Asylpolitik. Sie erfuhren außerdem mehr über die Flucht von Menschen aus Afrika, Syrien und Afghanistan, wobei sie die Ursachen näher beleuchteten. Da diese Geschichten jedoch weit von ihrem Alltag entfernt sind, beschlossen sie, selbst junge Leute kennenzulernen, die ihre neue Heimat in Deutschland gefunden haben.

Im Medienzeitalter lernt man rasch neue Leute aus der ganzen Welt kennen und erfährt meist sehr schnell etliche Details aus deren Leben. Die BOS-Vorklasse versuchte dies jedoch auf einem etwas altmodischeren Weg; nämlich über eine Brieffreundschaft. Über Ihre Englischlehrerin Frau Hahn wurde der Kontakt zur Berufsschule in Ochsenfurt hergestellt, und die Schülerinnen und Schüler einer Berufsintegrationsklasse als Partner gefunden.

Nachdem die Schüler dort im Deutschunterricht die Themen Freundschaften und Briefeschreiben behandelt hatten, schrieben sie ihren ersten Brief an eine/-n Unbekannte/-n der Kitzinger BOS-Vorklasse. Anschließend wurden die Briefe von Frau Hahn nach Kitzingen gebracht, wo sie an die jeweiligen Brieffreunde übergeben wurden. Diese antworteten schnell, wobei die Nachrichten bereits mit Spannung erwartet wurden.

Nach einigen Briefwechseln war es dann soweit: Beide Klassen trafen sich an einem Nachmittag im Juli in der Berufsschule in Ochsenfurt. Im Vorfeld versuchten die Schüler/-innen sich in ihren Briefen genau zu beschreiben, und möglichst viel über den Anderen herauszufinden. So fand jeder rasch seinen Brieffreund, und war auch sofort in ein Gespräch vertieft.

Bei Kuchen, Keksen und Getränken erfuhren die Schüler/-innen mehr über ihren Briefpartner und lernten auch dessen Klassenkameraden kennen. Viel Spaß hatten alle bei gemeinsamen Spielen und waren sich am Ende einig: Das Treffen sollte unbedingt wiederholt werden, denn Freundschaft kennt keine Grenzen!

Linda Hahn, LAssin

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